»Kunst gibt nicht
das Sichtbare wieder,
sondern Kunst macht sichtbar.«

~ PAUL KLEE ~

Vita

Geboren 1965 in Stuttgart, lebt seit 1966 in Berlin | 1983–1986 Ausbildung/ Studium (sechs Semester) zur Krankenschwester am Universitätsklinikum Charlottenburg und dort bis 1988 in diesem Beruf tätig | von 1988–1990 Fachausbildung als Audiometristin an dieser Einrichtung | von 1990–2000 Tätigkeit als Audiometristin am Universitätsklinikum Charité in der Medizinischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin | 1992–1994 Lehrauftrag an der Akademie für Arbeitsmedizin Berlin | Mitwirkung am Medizinischem Fachbuch »Audiometrie« (Thieme Verlag, 1994) | 2001–2002 Beginn autodidaktisches Arbeiten im Plastischen Gestalten, Besuch an der Volkshochschule mit Schwerpunktthemen Plastisches Gestalten und Aktzeichnen | 2003–2005 Bildhauerisches Arbeiten in der Bildhauerwerkstatt vom BBK Berlin | 2003–2007 Professionalisierung an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Burkhard Held, Teilnahme am Akt- und Objektzeichnen sowie Vorlesungen | 2004–2020 Besuch von Qualifizierungsmaßnahmen und Seminaren beim Bildungswerk des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK Berlin) u.a. Kunst am Bau – Kunst im öffentlichen Raum, Kunstmarkt und Galerien | seit 2018 Mitglied im KunstHaus Potsdam | seit 2004 Einzel- und Gruppenausstellungen so 2017 Plastiken und Bilder zum Thema »Fluchten« in der Villa Kult Art Berlin, 2019 »Nachlese 7« zum Brandenburgischen Kunstpreis und 2020 »Kein Thema 4« im KunstHaus Potsdam (jeweils Plastiken) | 2020 Nominierung zum Brandenburgischen Kunstpreis | 2022 Mitgliederausstellung KunstHaus Potsdam | 2023 »Nachlese 11« Rathaus Galerie Hoppegarten Profil bei SingulArt

Figurative Plastiken

Mein Thema ist der Blick auf den Menschen und die Gesellschaft. Der Schwerpunkt meiner künstlerischen Arbeit liegt in plastisch gegenständlichen Formen, die endgültig im künstlerischen Schaffensprozess entstehen. In der Regel sind sie für mich als eine komplett fertige Vorstellung im Voraus vorhanden. Einzelne Figuren bilden sich zu einem aneinander gefügten Werk und werden im Raum so komponiert, dass sie im Anschluss im Gesamten jeweils immer eine individuelle Aussage treffen. Mein Raum, dargestellt in Form von Ringen und Kugeln, spiegelt einen Ort der Dualität wider – dem Ausgeschlossen und dem Teil des Ganzen sein.

Die erste schöpferische Phase meiner künstlerischen Arbeiten beginnt mit Draht. So bilde ich das Grundgerüst der Figuren und verleihe ihnen Stabilität. Der weitere Prozess findet mit Keramiplast, einer synthetischer Aufbaumasse, statt. Er dauert solange, bis die Figuren ihre endgültige Form erlangt haben. Im Anschluss werden sie mit einer Strukturpaste überzogen, somit erlangen sie einen Schutz und eine leichte Elastizität.

Mein Konzept besteht darin, die Figuren miteinander zu einer Aussage zu befähigen. Das Ziel ist es, mit dem figurativen Ansatz, der eingebunden in Formen ist, Plastiken zu schaffen, die den Platz des Menschen im Kontext der Urbanisierung und Globalisierung verorten.

Portfolio

Aktuellste Arbeit

Wende
Holz, Grafit, Niveliermasse
H 20cm x L 20cm x T 16cm
2023

Sabine Schiffer-Nasserie - Wende, 2023, Holz, Grafit, Niveliermasse, 20 x 20 x 16cm
Sabine Schiffer-Nasserie - Wende, 2023, Holz, Grafit, Niveliermasse, 20 x 20 x 16cm
Sabine Schiffer-Nasserie - Wende, 2023, Holz, Grafit, Niveliermasse, 20 x 20 x 16cm

Hier finden Sie einige weitere meiner Arbeiten
mit Beschreibungen zur Herstellung, Maßen
und dem Entstehungsjahr.

IM GESPRÄCH… mit Sabine Schiffer-Nasserie

Warum folgte bei Ihnen nach fast zwei Jahrzehnten, in denen Sie in medizinischen Berufen tätig waren, ein radikaler Wechsel zur künstlerischen Tätigkeit?

Alles in meinem Leben ist mühsam erarbeitet, doch tiefe persönliche Einschnitte haben mich dazu bewogen, den künstlerischen Weg einzuschlagen.

 

In der A|E Galerie Potsdam übernehmen Sie zweimal in der Woche die Aufsicht. Was gibt Ihnen diese Tätigkeit?

Ich gewinne so den Kontakt zu anderen Künstlern und Kunstinteressierten, kann mich mit Ihnen austauschen und bekomme auch einen Einblick in den Kunstbetrieb.

 

Wie wichtig ist es für Sie, sich an Ausstellungen zu beteiligen?

Sich an Ausstellungen zu beteiligen, empfinde ich immer als Bereicherung, da nach dem Schaffensprozess, den jeder Künstler im Grunde abgeschieden vollzieht, es möglich ist meine Arbeiten der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Das ist natürlich für mich ebenso eine Herausforderung. Deshalb habe ich mich auch 2019 und 2020 am Brandenburgischen Kunstpreis beteiligt.

Was ist für Sie bei Ihrer künstlerischen Arbeit die größte Herausforderung?

Es geht mir darum, aktuelle und auch länger andauernde Geschehnisse in unserer Gesellschaft so künstlerisch umzusetzen, dass durch meine Ausdrucksform bei den Betrachtern etwas ausgelöst wird. Wobei ich an deren imaginäre Kraft appelliere. Der Maler und Autor Peter von Krusenstern hat zutreffend gesagt: »Kunst entsteht im Kopf des Betrachters.Der Künstler liefert dafür nur die Voraussetzung.« Für mich bedeutet das, sich deshalb bewusst dem Betrachter zu stellen. Am Brandenburgischen Kunstpreis 2020 habe ich mich mit meinem Sisyphos-Modus beteiligt, der bereits im KunstHaus Potsdam zu sehen war.

 

Was hat Sie an dieser Arbeit gereizt?

Wir alle haben die Aufgabe herauszufinden, welchen Auftrag das Leben an uns stellt. Das müssen keine äußeren Taten sein, sondern es kann sich auf die Entwicklung der inneren Persönlichkeit beziehen. Erkenntnis und Weisheit erlangen, und das Leben aus diesen Einsichten heraus zu gestalten. Das kann durchaus bedeuten, den eigenen Weg zu suchen, oder aber einen guten Kompromiss zwischen den persönlichen Bedürfnissen und den Ansprüchen der Welt zu finden.

 

Welche Vorbilder haben Sie?

Alberto Giacometti und Louise Bourgeois. Es sind die Art und die Ausdrucksform ihrer bildhauerischen Arbeiten. Sie haben es geschafft mich emotional zu berühren. Und genau das ist auch für mich inspirierend und der entscheidende Grund, dass ich mich im eigentlichen Sinn als Bildhauerin präsentiere.

 

[Die Fragen stellte Raymund Stolze]

Ausstellungen

Hier finden Sie ein paar Impressionen von
vergangenen Ausstellungen von mir.

KunstHaus Potsdam

Ausstellung
2022

Dissonanz

KunstHaus Potsdam

Ausstellung
2020

Villa Kult Berlin

Ausstellung
2017

Aktuelle Ausstellungen

Nachlese 11

Rathaus Galerie Hoppegarten
Lindenallee 14 | 15366 Hoppegarten
22.11.2023 – 22.02.2024

Kontakt

Sabine Schiffer-Nasserie

+49160.9777 3855
sabine-schiffer-nasserie@t-online.de